Abenteuer Wasser

GPS-Bildungsrouten zum kostbarsten Grundstoff des Lebens

Die Umweltbildung in Deutschland ist heute geprägt von einer Vielzahl an Angeboten. Es wird jedoch zunehmend deutlich, dass ein Großteil der Jugendlichen nur noch für Umwelt- und Naturschutzthemen zu begeistern sind, wenn man Lernmöglichkeiten in Form von Erlebnissituationen schafft, die eng an den individuellen Freizeitinteressen angekoppelt sind und so ein hohes Maß an Motivation gewährleisten.

Im Rahmen dieses Projekts wurden an drei Standorten im norddeutschen Raum eigenständig GPS-Bildungsrouten von Jugendlichen erstellt. Die Teams und ihre BetreuerInnen bekamen eine umfassende Schulung und Begleitung während der Erstellungsphase der GPS-Bildungsroute. Am Ende wurden die erarbeiteten Bildungsrouten vom jeweils anderen Team durchlaufen und gemeinsam ausgewertet. Die Weitergabe von Wissen von Jugendlichen an Jugendliche stand hier im Mittelpunkt.

Auf der Basis dieser Beispielrouten wurde eine umfangreiche Arbeitshilfe für den bundesweiten Einsatz von GPS-Bildungsrouten entwickelt.

Was sind GPS-Bildungsrouten?
GPS-Bildungsrouten sind eine Kombination aus einer interaktiven „Schnitzeljagd“ und einer gleichzeitigen Vermittlung von Lerninhalten zu bestimmten, individuell gestaltbaren Themenbereichen. Dabei bedient sich dieser Ansatz der satellitengestützen Navigation (GPS: Global Positioning System). Die Jugendlichen erlernen zunächst den Umgang mit den digitalen GPS-Empfängern und erhalten somit Grundlagenkenntnisse rund um Navigation und Orientierung im Gelände. Mit Hilfe dieser GPS-Empfänger gilt es, bestimmte Koordinaten in der jeweiligen (Stadt-)Landschaft zu finden. An diesen Punkten werden jeweils Lerninhalte durch interaktive oder herausfordernde Aufgaben, wie beispielsweise der Entnahme einer Wasserprobe und ihrer Analyse im Team, direkt und vor Ort vermittelt.

Die Jugendlichen bewegen sich spielerisch durch die Natur und lernen nicht nur die Orientierung in ihr, sondern erfahren über die zu lösenden Aufgaben auch wertvolles Hintergrundwissen über Landschafts- und Naturschutz. Die Aufgaben können aktiv gestaltet sein, mit einer Internetrecherche vor Ort verknüpft werden oder auch mit der Einbindung schulischen Basiswissens angereichert sein. Die Möglichkeiten sind hier nahezu unbegrenzt. Wichtig ist dabei, dass die Lerninhalte und Methoden einen direkten Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen aufweisen, um dadurch eine möglichst große Attraktivität für die Zielgruppe zu haben.