Medienpaket Ressourcen

Das Medienpaket

Mit dem Medienpaket Ressourcen kann in vielfältiger Weise im Unterricht gearbeitet werden. In den gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Fächern, in Arbeit-Wirtschaft-Technik, Kunst, Geografie, Deutsch und Mathematik oder auch fächerübergreifend in der Sekundarstufe I und II. Die Filme liefern Impulse, sich sowohl kognitiv als auch handlungsorientiert mit dem Ressourcenthema auseinanderzusetzen. Filminhalte sind u.a. Elektromüll, Verpackung und Plastik, Recycling und Abfallvermeidung, Ressourceneffizienz, geplante Obsoleszenz, alternative Produktions- und Wirtschaftsweisen und nachhaltiger Konsum. Anhand einprägsamer Beispiele aus verschiedenen Ländern wird gezeigt, wie im Alltag Ressourcen gespart und nachhaltig genutzt werden können.

Das Medienpaket beinhaltet insgesamt 15 Filme, darunter Dokumentationen, Animationsfilme und Videospots. Zu sechs längeren Filmen wurden Unterrichtsmaterialien entwickelt. Die übrigen Kurzfilme und Spots können als Impulse für den Unterrichtseinstieg gewählt werden.

Die Filme

Kaufen für die Müllhalde
Ein Film von Cosima Dannoritzer, Spanien/Frankreich 2010, Dokumentarfilm, 75 min
Bei zahlreichen Produkten ist der Verschleiß vorprogrammiert. Seien es Glühbirnen, Computer oder Handys, der Kunde soll ein defektes Gerät nicht reparieren lassen, sondern das Altgerät entsorgen und sich ein neues anschaffen. Diese beabsichtigte eingeschränkte Lebensdauer nennt man "geplante Obsoleszenz". Die Dokumentation geht diesem Phänomen nach und wirft einen kritischen Blick auf die moder-ne Wegwerfgesellschaft. In verständlicher und spannender Weise werden die Triebkräfte hinter einem immer stärker werdenden Konsumzwang gezeigt. Dabei werden nicht nur die Produzenten als Verursacher genannt, sondern der Blick wird geweitet auf die systemischen und psychologischen Zusammenhänge. Gleichzeitig thematisiert der Film ebenso die Verantwortung von Konsumenten.

The Clean Bin Project
Ein Film von Grant Baldwin und Jenny Rustemeyer, USA 2011, Dokumentation, 53 min
Ist es möglich, ein Leben ganz ohne Müll zu führen? Grant und Jen liefern sich bei einem witzigen Wettkampf, ein ganzes Jahr lang ohne jeglichen Müll zu leben, ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dieser mehrfach auf Festivals ausgezeichnete Film enthält humorvolle, kämpferische und hoffnungsvolle Momente in der kreativ gestalteten Filmstory eines Paares, das die Frage stellt: „Was kann man als Einzelner tun?“ The Clean Bin Project, als Kombination aus „Eine unbequeme Wahrheit“ und „Super Size Me“ bezeichnet, zeigt Momente lauten Gelächters, Stop-Motion-Animationen und fesselnde Interviews mit den TED-Rednern Chris Jordan und Captain Charles Moore. Ein anregender Aufruf zu umweltbewusstem Handeln, der Spaß macht und sich an ein Publikum aller Altersgruppen wendet.

Behind The Screen
Ein Film von Stefan Baumgartner, Simon Fraissler und Sandra Heberling, Ghana/Tschechische Republik/Deutschland und Österreich 2013, Dokumentation, 59 min (Educational Edition)
Weltweit werden derzeit pro Sekunde 7 Computer produziert, aber nur 4 Menschen geboren. Alltägliche Handlungen, wie der Kauf eines Computers, erzeugen immer globale Auswirkungen auf sozialer und ökologischer Ebene. Behind the Screen – Das Leben meines Computers gibt den Menschen hinter dem Elektronik-Produkt ein Gesicht und stellt dadurch die schwer einsehbaren Verbindungen eines dezentralisierten Wirtschaftssystems anhand realer Abläufe dar. Die wesentlichen Stationen, die ein Computer während seines Lebens durchläuft werden thematisiert: Abbau von Gold in Westafrika, Elektronikfertigung durch migrantische Arbeiterinnen und Arbeiter in der Tschechischen Republik, Computernutzung in der reichen westlichen Welt und die Endlagerung ausgeschiedener Computer auf den Elektronik-Müllhalden Ghanas.

SEKEM – Aus der Kraft der Sonne
Ein Film von Bertram Verhaag, Deutschland 2007, Dokumentation, 45 min
28 Jahre nach dem Beginn von SEKEM ist aus einer weiten, menschenleeren Wüste 60 km nordöstlich von Kairo, eine fruchtbare, biologische Landwirtschaft entstanden. Sie wurde von dem ägyptischen Unternehmer, Ibrahim Abouleish – genialer Visionär und Realist zugleich – aufgebaut und zum Vorreiter für eine Landwirtschaft nach Demeter-Regeln. Für dieses einzigartige Modell erhielt er 2003 den Alternativen Nobelpreis der globalisierungskritischen Right Livelihood Foundation für seine “Economy of Love” – sein einzigartiges Modell einer zukunftsweisenden Wirtschaft, die auf beeindruckende Weise ökologische, soziale und kulturelle Entwicklung mit ökonomischem Erfolg verbindet. Wie konnte ein Projekt eine derartige Begeisterung bei solch unterschiedlichen Einrichtungen wecken?

Life In Plastic
Ein Film von Bertram Verhaag, Deutschland 2008, Dokumentation, 45 min
Die Faszination und Begeisterung für Plastik ist genauso groß wie die Liste der Probleme, Risiken und Studien lang ist. Die meisten Kunststoffe unseres täglichen Bedarfs sind nahezu unvergänglich und geben über die Zeit viele ihrer oft hormonell wirksamen Zusatzstoffe an die Umwelt ab. Verteilt durch Wind, Wasser oder illegale Müllentsorgung im Meer finden sie sich heute auf unserem ganzen Planeten, selbst in zivilisationsfernen Meeresregionen. Eisbären und Beluga Wale sind heute mit Weichmachern aus den 60er und 70er Jahren belastet – was laut einer aktuellen WWF-Studie ihre Fortpflanzung beeinträchtigt. Die einzige Lösung liegt derzeit im Recycling und genau dieses Recycling will Professor Michael Braungart revolutionieren. Wenn es nach ihm geht, muss alles neu erfunden werden: Jeder verwendete Stoff muss ungiftig und die Einzelbestandteile eines Produktes müssen voneinander trennbar sein. Nur so können sie als hochwertiger Rohstoff wiederverwendet oder als verrottbarer Stoff in den Kreislauf zurückgegeben werden. Für diese Ideen fand er schon starke Verbündete in der Industrie z.B. FORD, NIKE oder den größten Teppichbodenhersteller der Welt.

Kurzfilme und Spots:

Recycling-Beton
Ein Beitrag von Gabriela Neuhaus, Schweiz 2012, 6 Min
Aus mineralischen Bauabfällen, die beim Abbruch von alten Liegenschaften anfallen, können neue Baustoffe hergestellt werden. Bis heute hat sich in diesem Bereich der Recycling-Gedanke noch wenig durchgesetzt, obschon eine Wiederverwertung von Bauschutt im Sinne der Nachhaltigkeit dringend geboten wäre. Pionier im Bereich Recycling-Beton ist die Stadt Zürich, die seit zehn Jahren bei Neubauten konsequent auf die Wiederverwertung von Bauschutt setzt. Ihr Ziel: Bis 2050 soll sich die Stadt nur noch aus sich selber erneuern.

Handy-Recycling
Ein TV-Beitrag des WDR, Deutschland 2010, 4 Min
Wenn Handys ausgedient haben, landen sie meist in der Schublade oder im Hausmüll. Gold im Wert von mehreren Millionen geht so jedes Jahr verloren. Handys enthalten nämlich wertvolle Rohstoffe, die man wiedergewinnen kann. Wie kann man Handys besser recyceln?

Oil Story
Eine Animation von Pete Bishop, UK 2010, 3 Min
Die Geschichte der Ölgewinnung und der Kampf zwischen Industrie, Regierung, lokalen Gruppen und Umweltschützern über die Entwicklung des Ölsands von Alberta, Kanada.

Thank You Third World: Koch, Messe, Weihnachten
Spots von Jessica Benzing und Maximilian Gerlach, Deutschland 2009, 3 Min
Drei ironische Videoclips, in denen westliche Verbraucher den Menschen in der Dritten Welt ihren Dank aussprechen. Es ist an der Zeit, der Dritten Welt nachdrücklich unseren Dank auszusprechen. Schließlich leisten die Menschen, die dort leben, in unserem Auftrag Tag für Tag harte Arbeit. Sie arbeiten schwer – häufig für einen Hungerlohn oder ganz ohne Bezahlung – und quälen sich unter entsetzlichen und gefährlichen Umständen, damit wir nicht auf unsere Bananen, Schokolade, Mobiltelefone, billige Kleidung und Plastikspielzeuge verzichten müssen.

Spots der Internationalen Sommeruniversität: Schulkind, Tisch, Technologien
KMGNE, Deutschland 2010, 4 Min

Flow
Eine Animation des Sustainable Design Center, UBA, Deutschland 2010, 3 Min
Kurzfilm über Verschwendung natürlicher Ressourcen.

Sense Of Vision: Green IT
Eine Animation von Max Möller, Umweltbundesamt, Deutschland 2012, 3 Min
Kurzfilm über energiesparende Computertechnik.

Ressource Deutschland – so geht´s!
Spot des VDI Zentrums Ressourceneffizienz, Deutschland 2010, 2 Min
Effizienter Ressourceneinsatz - keine Zauberei, für Jeden machbar – Humorvoller Short.

Versuch das mal mit Plastik
Ein Spot von Dirk Böll, Deutsche Umwelthilfe, Deutschland 2009, 1 Min
Humorvoller Short über die Vorzüge von Mehrweg-Glasflaschen gegenüber Plastikflaschen.


Die Nutzung der einzelnen Beiträge erfolgt mit freundlicher Genehmigung von:
SWR | The Video Project | Sparkling Pictures | Offroad Reports | KMGNE | Denkmalfilm | Media 3.14 |
Babelgum | Deutsche Umwelthilfe | VDI | fuzioncollective

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