Serious Game gegen Alltagsrassismus
Gesellschaftliche Vielfalt ist Alltag für viele Jugendliche. Gleichzeitig begegnen ihnen im Alltag – in der Schule, im öffentlichen Raum und in digitalen Medien – Vorurteile, Abwertungen und Feindbilder gegenüber bestimmten Gruppen. Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus, Antiziganismus sowie Rassismus gegen Schwarze Menschen, People of Color und geflüchtete Personen sind Phänomene der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Sie bezeichnet die Abwertung und Ausgrenzung von Menschen aufgrund zugeschriebener Merkmale wie Herkunft, Religion oder Zugehörigkeit zu sonstigen sozialen Gruppen. Diese Einstellungen beruhen häufig auf irrationalen Ängsten und Stereotypen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden und das Zusammenleben in einer interkulturellen Gesellschaft erschweren. Sie beeinflussen auch bei jungen Menschen die Wahrnehmung anderer Religionen und Kulturen.

Das Projekt Sprechende Orte entwickelt ein Serious Game für Jugendliche, welches das Ziel hat, interreligiöse und interkulturelle Konflikte in einem spielerischen Format zu thematisieren und die Basis für einen Dialog zu schaffen. Es soll einen Zugang für Lehrer:innen sowie Gruppenleiter:innen in der außerschulischen Bildung bieten, extrem konfliktbehaftete und emotional aufgeladene Themenbereiche in der Gruppe zu bearbeiten.
Das Spiel fungiert als Einstieg in das Thema und als Werkzeug, um Fragen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit anzugehen. Der spielerische Ansatz bietet dabei die Möglichkeit der Perspektivübernahme in einem geschützten Rahmen. Auf dieser Grundlage kann ein Dialog initiiert werden. Begleitend zum Spiel wird umfangreiches Material für Pädagog:innen entwickelt. Das Game wird in Form einer Spielebox in einer Auflage von 300 Stück produziert und bundesweit zur Verfügung gestellt.
Im Projekt wird es eine intensive Zusammenarbeit mit der Organisation Maimonides – jüdisch muslimisches Bildungswerk sowie mit An-Nusrat NRW e.V. geben.
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